DO - DER WEG

Je länger ich mich mit Taekwondo beschäftige, umso mehr wird mir bewusst, dass 'Do' das Zentrum der Philosophie ist. Dieser Weg erstreckt sich über das ganze Leben und vielleicht darüber hinaus.

Es ist nicht wichtig, etwas zu können oder zu beherrschen, wesentlicher ist die Bereitschaft, so lange an sich zu arbeiten, bis die Erkenntnis einsetzt. Durch stetiges und konsequentes "An-mir-arbeiten" bin ich in der Lage, Fähigkeiten zu erlangen, die ich noch vor wenigen Jahren für undenkbar hielt. Größter Feind ist mein eigenes einschränkendes Denken. 

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Übertrage ich dieses Denken auf die Musik, stellt sich ein interessanter Effekt ein. Ich übe nicht mehr, um ein Werk zu "können", ich übe, um in möglichst vielen Techniken so versiert zu sein, dass ich den Herausforderungen aller Werke gewachsen bin.

Das bedeutet: 

Je intensiver ich mich mit Basistechniken aller Art beschäftige, umso flexibler und lockerer werde ich sein und umso besser bin ich in der Lage auch schwierigste Stücke zu meistern - ohne viel Zeit in deren Vorbereitung zu investieren. 

 

Als Musiker ist es nicht wichtig, ein Werk zu beherrschen, man muss ihm gewachsen sein.